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Die Erde – das natürliche Treibhaus

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Die Sonne ist 150 Millionen Kilometer von der Erde entfernt und dennoch erwärmen ihre Strahlen unseren Planeten. Die Sonnenenergie, die auf die Erde gelangt, besteht aus kurzwelligen Strahlen. Die  Landmassen, Ozeane und die Atmosphäre absorbieren die Strahlung und wandeln sie Infrarotstrahlung (= Wärme) um.

Die Erdatmosphäre wirkt wie ein natürliches Treibhaus und hält einen Teil dieser abgestrahlten Wärme zurück.

Nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren auch Gewächshäuser: Sonnenstrahlen dringen durch das Glas und erhitzen den Boden. Die Wärme aber kann nicht durch das Glas entweichen – die Temperatur steigt.

Durch diesen natürlichen Triebhauseffekt beträgt die Durchschnittstemperatur auf der Erde +15°C und dies macht den Planeten für Lebewesen bewohnbar. Ohne den natürlichen Treibhauseffekt hätten wir auf der Erde, trotz konstanter Sonneneinstrahlung  im Durchschnitt frostige -18° Celsius.

Treibhausgase

Die Erdatmosphäre setzt sich aus folgenden Gasen zusammen:

78% Stickstoff

21% Sauerstoff

0,9% Argon

0,1% Kohlendioxid, Wasserdampf, Ozon, Methan und

Fluorkohlenwasserstoff (FCKW)

 

Stickstoff, Sauerstoff und Argon nehmen keine Infrarotstrahlung auf und sind somit nicht am Treibhauseffekt beteiligt. Ganz anders verhalten sich Wasserdampf, Kohlendioxid, Ozon, Methan, Stickstoffoxid und Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW). Sie absorbieren Wärmestrahlen und gelten daher als Treibhausgase.

Treibhausgase und ihre Wirkung

Nicht nur das CO2 ist verantwortliche für den Treibhauseffekt. Auch andere Gase, vor allem Methan (CH4) und Lachgas (NO2) wirken als Treibhausgase. Sie fallen ebenfalls in großen Mengen, wie zum Beispiel bei der Viehzucht, beim Reisanbau und bei Brandrodungen, an. Sie haben eine größere Treibhauswirksamkeit als das CO2.

Das sogenannte Treibhauspotenzial oder CO2-Äquivalent gibt an, wie viel eine festgelegte Menge eines Treibhausgases zum Treibhauseffekt beiträgt.

Der Wert beschreibt die mittlere Erwärmungswirkung über einen bestimmten Zeitraum von meistens 100 Jahren. Beispielsweise beträgt das CO2-Äquivalent für Methan bei einem Zeithorizont von 100 Jahren 25. Das bedeutet, dass ein Kilogramm Methan 25-mal stärker zum Treibhauseffekt beiträgt als ein Kilogramm CO2.

In der ersten Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls werden Emissionsmengen mit Hilfe der CO2-Äquivalente der einzelnen Gase bewertet. Dies bedeutet, dass beispielsweise eine Methan-Emissionsreduktion um 1 Tonne gleichwertig zu einer CO2-Reduktion um 25 Tonnen ist.